Caroline Simon

Caroline Simon wurde 1977 in Brüssel geboren, studierte Bühnentanz in Belgien am Performimg Arts Research and Training Studios unter der Leitung von Anne Teresa De Keersmaeker. Sie beendete ihr Studium im Juni 2001 in den Niederlanden, an der Hochschule für Musik und Tanz (Rotterdam), als Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin.

Sie tanzte in Stücken von u. a. Minke Brands (NL), Ex Nihilo (F), Ilona Pászthy, artscenico, Alexandra Dederichs und Silke Z. (D). Seit Mai 2001 lebt und arbeitet Caroline Simon als Tänzerin, Probenleiterin und Choreographin in Köln. Dort produzierte sie u.a.: Time Trap – or short genuine stories (2002), BLUFF (2004) nominiert für den Kölner Tanzpreis 2004,  SELECT! (2006), stück (2008), nominiert für das Kölner Tanzpreis 2008 und ausgewählt für das europäisches Festival Aerowaves. 

2010 kreiert sie das Sück "Corpus Delicti - je est un autre" für das Theatterhaus TIG7 i Mannheim.

Seit April 2005 ist sie künstlerische Leiterin des STUDIO 11, Produktionsstätte für regionale und überregionale Compagnien in Köln. Da veranstaltet sie zusammen mit Silke Z. die Tanz- und Perfromancereihe studioworks.

Sie teilt sich die künstlerische Leitung der Reihe studioworks zusammen mit Silke Z..

2006 erhielt sie das Choreographen Stipendium der Kunststiftung NRW für eine Weiterbildung am Moving On Center, San Francisco. 

Sie war 2009 als "best female Performer" während das Dublin Fringe Festival nominiert.

Sie ist festes Ensemble Mitglied von Silke Z./resistdance.

Caroline Simon

Ihre Arbeit

Seit 2003 hat sich Caroline Simon mit ihren Produktionen Time Trap – or short genuine stories, descent, Bluff (I und II), Flooded und SELECT! als Choreographin einem breiteren Publikum vorgestellt.

Ihr Interesse gilt dabei zeitgenössischen Themen, um das, was im Alltag in und unter die Haut geht, sichtbar zu machen. Das sind kleine alltägliche Momente, Gedanken, Gefühle, die im Bewusstsein vorhanden sind, aber oft nicht ausgesprochen oder gezeigt werden können.

„Wenn Sie im Sommer durch die Straßen laufen, schauen Ihnen die Männer ins Gesicht oder ins Dekolleté?“, fragt eine Tänzerin in SELECT! das Publikum. Es sind diese Zustände oder Befindlichkeiten, die in Caroline Simons Arbeiten zu „Auskunftsstellen“ werden – subjektives, unverstelltes Material, das sich einen direkten Weg zum Zuschauer bahnt.

Wenn sie diesen Spuren folgt und in Bewegung übersetzt, entstehen Inszenierungen, die etwas wiedergeben von der Körpersprache des Performers und seinem besonderen Ausdruck und Persönlichkeit: Für sie steht Authentizität in erste Linie! Dies hat als Ziel das Publikum entgegen zu kommen um den Graben zwischen Bühne und Zuschauer zu reduzieren, sogar aufzuheben.

Wo immer der subjektive Fokus Auskünfte gibt, gelingen intensive Augenblicke, oft von poetischer Kraft, oder auch einer unerwarteten Ironie. Sie sprechen von dem subtilen Gespür für die unkontrollierten Augenblicke des Daseins und der Möglichkeit, sich von ihnen befreien oder einfach nur überraschen zu lassen.